Produktinfo

Ruanda Kaffee
Genuss pur- fair gehandelt

Rheinland- Pfalz hat einen neuen Partnerschaftskaffee, den Ruanda Kaffee. Silberfarbene Folienbeutel zu je 250 g, gemahlen oder als ganze Bohne kosten 3,50 €. Vom Verkaufserlös fließen pro 250 g Beutel 50 ct in Partnerschaftsprojekte, außerdem erhalten die Kleinbauern eine fairen Abnahmepreis, von dem sie und ihre Familien leben können. Partner in Ruanda ist die Misozi Union, eine Export- und Vermarktungsgesellschaft, zu der 8 Kooperativen mit mehr als 7000 Kaffeebauern gehören. Misozi übernimmt die Qualitätskontrolle, Vermarktung sowie den Export für die Mitgliedskooperativen. Ruanda gilt als Land der grünen Hügel und „Misozi“ bedeutet in der Landessprache Kinyarwanda „Hügel“. Eine dieser Kooperativen trägt den Namen Kopakama, von ihr stammt der Hochland-Arabica Partnerschaftskaffee. Ihr gehören über 800 Kleinbauern an. 200 von ihnen sind Frauen, die sich selbst als Motor Kopakamas bezeichnen. Auf einer Höhe von 1500 bis 2200 m kultivieren die Kleinbauern hauptsächlich die Varietät Bourbon unter hervorragenden klimatischen Bedingungen und auf vulkanischem Boden, was für reichhaltigen Geschmack und ein volles Aroma sorgt. Die Ernte der roten Kaffeekirschen erfolgt per Hand durch die Familien, die Verarbeitung ( Schälen, Fermentieren, Waschen und Trocknen ) geschieht in Verarbeitungsstationen der Kooperativen. Die schonende Röstung übernimmt die Kaffeerösterei Niehoff in Deutschland, den Import El Puente ( = die Brücke ), eine nicht gewinnorientierte Organisation des Partnerschaftlichen Welthandels mit 100 Projektpartnern in 40 Ländern. Dieser Ruanda – Partnerschaftskaffee ist eine neue Möglichkeit, die Länderpartnerschaft in einer direkten Handelspartnerschaft zu konkretisieren. Der Partnerschaftsverein Rheinland – Pfalz – Ruanda e. V. und das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk ELAN wollen so eine Unterstützung und Beteiligung auf breiter Basis erreichen und den Bekanntheitsgrad der Länderpartnerschaft steigern.

Wie funktioniert diese Partnerschaft?
Ab 1982 beschritt das kleine Land Rheinland – Pfalz einen bisher unerprobten Weg der Entwicklungszusammenarbeit mit Ruanda, einem kleinen Land in Zentralafrika. Um größere Wirksamkeit der begrenzten finanziellen Mittel zu erzielen, wollte man sich auf ein Land konzentrieren. Dieses Modell dezentralisierter, bürgernaher und grundbedürfnisorientierter Entwicklungszusammenarbeit fand breite Zustimmung bei der Bevölkerung hier im Land. Es war der Rahmen für Bürgerbegegnungen, Vereine, Gemeinden, Kirchen, die sich mit dem Ziel der Überwindung von Armut, Hunger und Not dort engagieren wollten. Allein 250 Schulen haben Kontakte zu Partnerschulen, viele Menschen wurden für die Not und die Probleme in der 3. Welt sensibilisiert. Ruanda erhielt ein sehr beständiges und wirksames Hilfsprogramm, nicht über staatliche, sondern über kommunale und private Kanäle. Diese Graswurzelpartnerschaft hat auch die Zeit des Bürgerkriegs und Völkermords von 1990-1994 durchgehalten, konnte jedoch diesen Rückschritt zur Unmenschlichkeit und Barbarei leider nicht verhindern. Sie musste oft wieder neu anfangen, hat aber nicht aufgegeben, ihr Ziel zu verfolgen. Der dezentrale Ansatz der rheinland-pfälzischen Hilfe hat dortige lokale Strukturen gestärkt, denn Partnerschaftskomitees entscheiden über die Projekte, die durchgeführt werden sollen. Deren Finanzierung übernehmen z. B. hiesige Freundschaftskreise oder Vereine. Nicht mit Geld beziffern lassen sich die unzähligen persönlichen Kontakte, die fachliche Mitarbeit vieler Rheinland-Pfälzer in den Projekten. Zur effizienten Durchführung der Projektabwicklung und Mittelverwaltung wurde 1983 der Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz – Ruanda gegründet und ein Koordinationsbüro in Kigali eingerichtet. Der Faire Handel ist seit über 30 Jahren auf dem unwägbaren Weltmarkt ein stabiler Faktor für Kaffeeproduzenten vieler Länder, nun auch für die Kleinbauern aus Ruanda. Nehmen Sie sich daher Zeit für einen guten Kaffee- aus Ruanda! Möge dieser Kaffee die Menschen in Rheinland-Pfalz und Ruanda noch enger verbinden, mehr Gerechtigkeit und damit Frieden schaffen!