Projektförderung seit 1994

Im Unterschied zum Verkauf von FAIR gehandelten Waren im Supermarkt wird der Gewinn im Eine Welt Laden jährlich für Hilfsprojekte zur Verfügung gestellt. Deshalb ist der Einkauf dieser Waren in einem Weltladen vorzuziehen, damit der Gewinn gespendet werden kann. Die finanzielle Projektförderung entsteht nicht nur durch den Gewinn des Ladens sondern auch durch Spenden und Mitgliedsbeiträge zum Eine Welt e.V. Mayen, hauptsächlich aber durch die ehrenamtlich geleistete Arbeit aller Ladendienst- MitarbeiterInnen. Bis Mai 2011 konnten insgesamt 142000 € zur Verfügung gestellt werden. Zu allen unterstützten Projekten finden Informationsveranstaltungen statt.


Seit 1994 wurden folgende Projekte gefördert:

1) Bau von Wasserleitungen in Kolumbien (Missionszentrale der Franziskaner)
2) Heilung und Ausbildung von Leprakranken in Pakistan (Leprahilfe Karachi e.V. Maria Laach)
3) Existenzschaffung für ehemalige Zwangsprostituierte in Kenia ( Solwodi)
4) Jugendbasisarbeit in Chile (Eirene)
5) Haus und Versorgung für Straßenkinder in Guatemala (Casa Alianza)
6) Straßenkinderprogramm in Großstädten Brasiliens (Misereor)
7) Aids-Waisen-Hilfe in Uganda (Brot für die Welt)
8) Befreiung von Teppichkindern in Indien (Brot für die Welt)
9) Kulturarbeit mit Jugendlichen in Chile (Eirene)
10) Suppenküche und Ausbildung in Mexiko (Arme Dienstmägde Jesu)
11) Menschenwürdige Arbeit an Nähmaschinen (Ökumenisches Netz Rhein-Mosel-Ahr)
12) Förderung körperbehinderter Menschen im Tschad (Eirene)
13) Slumsanierung – Hygieneverbesserung in Kenia (Kindernothilfe)
14) Solarenergie für Kranken- und Schwesternhaus in Uganda ( Missionszentrale der Franziskaner)
15) Dorfentwicklungsprogramm in Indien (Kindernothilfe)
16) Entwicklung durch Geldanlage und Zinsen (Oikocredit)
17) Kulturbewahrung und Existenzsicherung in Bolivien (Los Masis-Projekt)
18) Existenzsicherung für Witwen durch Rinderzucht auf den Philippinen (Pro Ladama)
19) Schutzengel-Aktion gegen Kinderprostitution in Asien (Missio)
20) Schul- und Brunnenbau in Dörfern Burkina Fasos (Solidaritätskreis Westafrika)
21) Unterstützung von Waisenhäusern in der Ukraine (Renate Schärfer)
22) Leprahilfe in Pakistan (Dr. Ruth Pfau)
23) Weltweite medizinische Hilfe (Ärzte für die Dritte Welt)
24) Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen-weltweit ((I)NTACT)
25) Weltweiter Katastropheneinsatz (Ärzte ohne Grenzen)
26) Regenfänger Projekt in Indien (Missionsprokur der Jesuiten)
27) Aktionsbündnis gegen Aids in Afrika (Weltkirche Bistum Trier)
28) Augenoperationen in Bangladesch (Andheri-Hilfe)
29) Bildung für Landbevölkerung in Brasilien (Pedro II-Mandacaru)
30) Krankenstation auf dem Land in Peru (Schwester Angelina)
31) Mithilfe beim Aufbau der „Mayener Tafel“ (Caritas)
32) Hilfe für Sozialzentrum in Cochabamba in Bolivien (Jesuiten)
33) Zentrum für psychologische Betreuung in Südafrika (Ekupholeni)
34) Armutsbekämpfung bei Kleinbauern auf den Philippinen (Pro Ladama)
35) Aidswaisen in Kwasadala – Tansania (NGO New Hope Group)
36) Hilfe für Opfer von Säureattentaten in Bangladesch (Amnesty International)
37) Eigene nachhaltige Entwicklung der Landbevölkerung in Niger (Eirene)
38) Re-Integration von Kindersoldaten in Angola (Terre des Hommes)
39) Christen und Muslime gemeinsam in Burkina Faso (Misereor)
40) Ausbildung als Chance in den Slums von Nairobi (Misereor)
41) Sophiatown Community Psychological Services in Johannisburg (örtliche kath. Kirche)
42) Hilfe für die Kinder der "Siddis" in Indien (missio, Aachen)
43) Unterstützung eines Waisenheims in Südafrika (Entwicklungshilfe Don Bosco)
44) Hausbauprojekt für 50 obdachlose Familien in Gujarat, Indien (Bartholomäusgesellschaft)
45) Henry Hueging Memorial School, Goaso, Ghana (Diozese Goaso)
46) I SEE, Kiaragana Kinderheim in Kenia (Innovative Schulevaluation und -entwicklung, Marburg)
47) Bildung, Ausbildung und Gesundheit für afghanische Frauen und Kinder (Afghanischer Frauenverein, Osnabrück)
48) Einrichtung einer Neugeborenenstation in Keren, Eritrea (Dr. Matthias Röbbelen)
49) "Mit Cashews und Frauenpower in ein Leben ohne Hunger" in Burkina Faso (Welthungerhilfe, Bonn)




Projekt Nr. 3 von SOLWODI wollen wir näher vorstellen



Die Gründerin von SOLWODI, Schwester Lea Ackermann sagt: „Ich kämpfe gegen die Prostitution, aber für die Prostituierten.“
1985 gründete sie SOLWODI ( Solidarität mit Frauen in Not) in Mombasa, Kenia,
wo sie als Missionsschwester vor Ort das Schicksal vieler Frauen in Drittweltländern kennenlernte.
Heute kämpft sie mit einem Team für die Rechte der Frauen, deren Armut Frauenhändler schamlos ausnutzen.
Der Weg der Frauen aus der armen Dritten Welt in die reiche Erste Welt läuft meist nach dem gleichen Muster:
von Werbern mit Geld gelockt, von Händlern „an den Mann“ gebracht, von Männern ausgebeutet oder im Bordell zur Prostitution gezwungen.
Der Weg aus dieser Misere ist ungleich komplizierter, wenige schaffen es aus eigener Kraft. Vielen Frauen gelingt der Ausstieg aus der Hölle und ausweglosen Situation erst durch Hilfe von außen- z. B. durch SOLWODI.
Engagiert und couragiert setzt man sich dort für die Frauen ein, die mit seelischen und körperlichen Wunden Hilfe suchen.
SOLWODI sucht Wohnungen, in denen die Frauen vor der Gewalt ihrer Männer oder Zuhälter sicher sein können.
SOLWODI begleitet Frauen bei Gerichtsprozessen und bürokratischen Schwierigkeiten. Die Rückkehr in die Heimat wird erleichtert, wenn es den Frauen z. B. möglich ist, eine Lehre zu machen, mit der sie auf dem Arbeitsmarkt ihres Heimatlandes gute Chancen haben.
Das Ministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit vergibt Einarbeitungszuschüsse, SOLWODI hilft bei der Stellensuche im Land.
Diese ganze Problematik würde wesentlich gemildert, wenn die Verhältnisse in den Ländern des Südens den Frauen eine Überlebenschance im Heimatland bieten würden.
Fairer Handel ist ein Weg, diese Verhältnisse zum Positiven hin zu verändern.


SOLWODI
Probsteistr. 2
56154 Boppard- Hirzenach
Tel. 06741-2232
www.solwodi.de
e-mail: info@solwodi.de

Unsere unterstützten Projekte 2011


48: Eine Neugeborenen-Station für Keren in Eritrea


Die 3000 € als Unterstützung für ein Allgemein-Krankenhaus in Keren, Provinz Anseba, werden dringend benötigt. Dort sind 6 Ärzte für die gesamte Nordregion zuständig, für fast 1 Million Menschen. Obwohl dort über 2000 Frauen pro Jahr entbinden, gibt es nur eine einzige Gynäkologin. Wenn es bisher bei einem Neugeborenen zu Komplikationen wie Frühgeburt, Infektionen oder Atemnot kam, war kaum medizinische Hilfe möglich. In ganz Eritrea, einem der ärmsten Länder unserer Erde, gab es 2009 nur 4 Kinderärzte für 2 Millionen Kinder und Jugendliche, inzwischen sind weitere neun Fachärzte ausgebildet. Einer von ihnen, Dr. Meroni, hat die Arbeit in Keren aufgenommen und ist der Kooperationspartner für Dr. Matthias Röbbelen, der als Kinder- und Jugendarzt bei Freiburg tätig ist. Mit seinem gemischten Team aus Ärzten, Schwestern und Handwerkern fährt er jährlich nach Keren, um die Neugeborenen-Station einzurichten und das Personal auszubilden. Angestrebt wird eine Partnerschaft von deutschen und eritreischen Kinderärzten, damit im Land der genaue Bedarf an Versorgung und Ausrüstung ermittelt und gezielt bereitgestellt werden kann. Kranke Neugeborene brauchen vor allem 3 Dinge: Wärme, Sauerstoff und Hygiene, aber auch gute Räume, geeignete Ausrüstung und geschultes Personal. Was bei uns selbstverständlich ist, soll bald auch in Keren möglich sein. 200 Frühgeborene und 400 bis 450 kranke Neugeborene hätten eine Chance zum Überleben. Träger dieses Projekts sind das Rotary Hilfswerk Müllheim-Badenweiler und ARCHEMED, Ärzte für Kinder in Not e. V., Hauptinitiator ist Dr. Matthias Röbbelen.





49: Mit Cashews und Frauenpower in ein Leben ohne Hunger!


Dieses Projekt der Welthungerhilfe (WHH) wurde auf der Mitgliederversammlung am 10 5. 2011 vorgestellt. Dort wurde beschlossen, es mit 3000 € zu unterstützen. Die Deutsche Welthungerhilfe ist eine konfessionell und politisch unabhängige, gemeinnützige und nichtstaatliche Hilfsorganisation der Entwicklungszusammenarbeit und der Nothilfe. 1962 gegründet, hat sie sich zum Ziel gesetzt, Hungersnot und Armut aus der Welt zu schaffen. Nach dem Grundprinzip HILFE ZUR SELBSTHILFE unterstützt sie gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen Menschen in Entwicklungsländern dabei, sich aus Hunger und Armut zu befreien und nachhaltig zu versorgen. Die WHH finanziert sich etwa zu einem Drittel aus privaten Spenden, ansonsten durch öffentliche Geldgeber. Der Verwaltungsanteil betrug 2009 1,8%, 5,4% flossen in Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Die WHH setzt sich kritisch mit der gegenwärtigen Entwicklungspolitik auseinander und wirkt auf staatliche Stellen ein. Sie fördert diese Themen im Schulunterricht durch Materialien und Mitmachaktionen. Da die Zahl der Hungernden wieder schneller wächst als die Weltbevölkerung, sind viele Hilfen an der Basis nötig. Dazu zählt dieses Projekt in Burkina Faso. He´le`ne Dabire’ , 63, ist eine von vielen starken Frauen, die jetzt durch Solartrockner zum Preis von 65 € Cashewkerne, Früchte oder Gemüse haltbar machen können. Sie sichern damit das Überleben ihrer Familien im extrem heißen und trockenen Klima Burkina Fasos. Sie sind in der Lage, Vorräte anzulegen und sie auf dem Markt nach Bedarf zu verkaufen. Die WHH berät im Gartenbau und in der Felderwirtschaft, um die Erträge zu steigern. Es werden Brunnen gebohrt und Ackergeräte verteilt. Die Frauen geben ihr neu erworbenes Wissen gern weiter. Der Zusammenschluss von 20 Dörfern hilft ca. 26000 Menschen. „Ten Tietaa“ heißt übersetzt: sich untereinander helfen. Eine Welt ohne Hunger ist machbar, mit Unterstützung. Starke Frauen jeden Alters bringen sich mit Mut, Kraft und großem Optimismus in diese Entwicklung ein. Sie wollen, dass ihre Kinder leben – überleben. Sie wollen, dass sie gesund aufwachsen und ein gutes Leben führen. Sie handeln für eine bessere Zukunft!